Das Fest der Liebe – Wie du Weihnachtsstress vermeidest

Liebe: das Bedürfnis zu Weihnachten

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Das sehen laut einer Umfrage des Statistik-Portals Statista 57 Prozent der Deutschen so. Ein ganz spezieller Grund zu feiern also. Aber kannst du dich noch an letztes Weihnachten erinnern? An das vorletzte? Was war besonders? Ist alles so gelaufen, wie du dir das vorgestellt hattest? Wie weit bist du mit der Planung für dieses Weihnachten? Stress?

 

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Das besondere Weihnachten

2017 war für mich ein sehr schönes Fest. Die Gans war gelungen. Es gab keinen Streit und war insgesamt ziemlich harmonisch. Jedes Detail weiß ich aber nicht mehr. An Weihnachten 2011 erinnere ich mich aber gut und sehr gerne. Was war anders? Wir waren im Sommer umgezogen. Es war nicht so leicht, mich mit meiner neuen Umgebung anzufreunden. Und unsere intensiven Versuche ein zweites Kind zu bekommen waren gescheitert. An Heiligabend gingen wir nachmittags vor der Bescherung zum Krippenspiel. Während des Spiels, legte plötzlich eine Mutter ihr wenige Wochen altes Baby in die Krippe. Ich hätte am liebsten geweint – so neidisch war ich auf diese Frau mit ihrem Baby! Ich dachte, dass ICH jetzt mal wieder „dran“ sei. Ich fühlte Wut, Enttäuschung, Traurigkeit, Melancholie. Ich habe meine Tränen unterdrückt – wäre mir einfach peinlich gewesen mit roten Augen und nassem Gesicht dort zu sitzen. Übrigens kam meine zweite Tochter im September 2012 auf die Welt.

 

Die pure Liebe

Als ich dort saß mit meinem Schmerz ist mir klargeworden, was die heilige Familie an Weihnachten bedeutet und warum sie für Millionen von Menschen so wichtig ist. Das Jesuskind steht für Liebe und die Verbindung des Irdischen zum Göttlichen. Ein neugeborenes Kind ist so verletzlich und friedlich. Es lädt zum Innehalten ein. Da ist pure Liebe.  Und diese ist universell – und unabhängig von Kulturen. Schließlich ist Liebe etwas, das sich alle Menschen wünschen, also – mit den Worten der Gewaltfreien Kommunikation – ein Bedürfnis.

 

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Angenehme Gefühle im Moment

Vielleicht ist Liebe sogar das Bedürfnis, wo du spontan sagst: „Ja klar, Liebe braucht jeder.“ Gehen wir einen Schritt zurück: denke einmal an einen geliebten Menschen. Was fühlst du? Ich würde meine Gefühle so beschreiben: Wärme, Freude, Inspiration, ein Wohlgefühl, Entspannung. Angenehme Gefühle deuten darauf hin, dass die Bedürfnisse dahinter erfüllt sind. Jetzt in diesem Moment, wo du an diese Person denkst, empfindest du diese angenehmen Gefühle, vielleicht geht dir auch ein schöner Gedanke oder eine schöne Erinnerung durch den Kopf. Dein Bedürfnis nach Liebe scheint erfüllt, wenn du jetzt an  diesen Menschen  denkst.

 

Wenn Liebe schwierig wird

Wie fühlst du dich aber, wenn dieser Mensch etwas getan hat, was du gar nicht gut findest oder du sogar Liebeskummer hast? Vielleicht ärgerlich, getrennt, aufgewühlt, traurig, deprimiert, ängstlich. Wenn dein Bedürfnis nach Liebe im Mangel ist, dann fühlt sich das verdammt schlecht an und es wird uns umso mehr bewusst. Aber in diesem Augenblick, wo du mit Schmerz an deinen Partner denkst, liebst du ihn dann? Ich glaube nicht, weil das Bedürfnis nach Liebe von ihm im Moment nicht erfüllt wird – zumindest nicht in dem Maß wie du es dir wünschst.

 

Wir wollen das perfekte Fest

Die angenehmen Gefühle der Liebe sind nicht permanent da. Sie wechseln von Situation zu Situation, von Moment zu Moment. Genauso ist das an Weihnachten. In unseren Vorbereitungen und dem Streben nach einem perfekten Fest handeln wir aus dem Bedürfnis der Anerkennung heraus. Du willst dafür gesehen werden, dass du so ein schönes Fest gestaltet hast. Gerade als Hochsensible verlangt dir das einiges ab. Wenn du nun am Festtisch sitzt und deine Gäste schaufeln ohne jeden Kommentar den Gänsebraten rein, den du liebevoll zubereitet hast, wirst du dich nicht gesehen und geliebt fühlen. Wenn deine liebevoll ausgesuchten Geschenke Kinderaugen zum Leuchten bringen, wirst du dich geliebt fühlen. Wenn dein Onkel miesepetrig murmelt: „Was sind das denn für komische Kekse.“, werden wirst du auch keine Liebe empfinden. Auch wenn der Onkel in anderen Situationen hilfsbereit und lustig ist.

 

Bringe dich selbst in Sicherheit

Nicht nur für hochsensible Mütter ist Weihnachten ist ein Balanceakt. Aber gerade wenn du von deiner Veranlagung her schon mehr Harmonie brauchst als andere, wenn Kritik für dich immer schwer zu ertragen ist und deine Komfortzone schmal, dann musst du dich besonders gut um dich kümmern. Es ist einfach nicht garantiert, dass du die Liebe, die du dir wünschst gerade an diesem Tag des Jahres erfährst. Wenn du liebevoll mit dir selber umgehst und deine Gefühle und Bedürfnisse zulässt, kannst du zumindest in deinem Inneren Harmonie herstellen. Dann wäre die Wolfssprache der Kritik um dich herum weniger bedrohlich. Du hättest ihr von innen heraus etwas entgegenzusetzen. Kennst du die Sicherheitsansage im Flugzeug? “Falls der Druck in der Kabine sinken sollte, fallen Sauerstoffmasken herunter. Bitte setzen Sie sich eine der Masken auf. Erst dann helfen Sie mitreisenden Kindern.“ Wenn du selber keinen Sauerstoff mehr hast, hast du auch nicht die Kraft anderen zu helfen. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Was hilft es den anderen, wenn du dich aufopferst und dann zusammenbrichst? Aber wie wäre es, wenn du ganz bewusst zuerst an dich denkst?

 

Behandele dich selbst wie deine beste Freundin

Eine Methode, um gerade in stressigen Zeiten mehr Widerstandskraft zu entwickeln ist Selbstmitgefühl praktizieren. Dabei geht es darum, dass man Gefühle, die in einem hochkommen – gerade die schwierigen und schmerzhaften –  im Körper ortet, wirklich fühlt und sie zulässt statt sie zu unterdrücken. Das ist eine Form der freundschaftlichen Zuwendung für dich selbst. In der Vorbereitung auf Weihnachten neigen vor allem Frauen dazu, sich selbst zu vergessen. Frauen kaufen Geschenke, planen das Essen, putzen, dekorieren und so weiter. Wenn dann doch nicht alles perfekt läuft, laufen wir Gefahr, dass wir die Enttäuschung und Wut an den anderen auslassen. Damit es nicht so weit kommt, solltest du mit deinen Lieben sprechen! Was wünschen sie sich? Wie stellen sie sich das Fest vor? Sprich über deine Erwartungen und deine Planung! So werden deine eigenen Erwartungen und dein Streben nach Perfektion nicht so hoch kochen.

 

Ich wünsche dir ein wahrhaftiges Fest der Liebe!

 

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